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Dez.

Bauseweinarena statt Breitensport?

Der FC Borntal hat ein umfassendes Konzept zur Sanierung des Betonfeldes am Sportplatz Borntal vorgelegt. Schon seit Jahren bemühen sich Sportvereine und Schulen vergebens um notwendige Gelder zur Ertüchtigung ihrer Sportanlagen. So auch die Nutzer des Sportplatzes am Borntalweg, zu denen auch das Gutenberg-Gymnasium, die Europaschule und Friedrich-Ebert-Schule gehören. Ein Konzept unter Berücksichtigung eines Eigenanteils der Bürgerinnen und Bürger von etwa 23.000 Euro legten sie der Stadt bereits 2008 vor. Verschiedentlich wurden den Sportfreundinnen und -freunden zugesagt, sich um ihre Belange zu kümmern. Unter anderem mit der Landtagsabgeordneten Birgit Pelke (SPD) haben die Vereine 2009 dazu Gespräche geführt und die Zusage bekommen, sich um ihr Anliegen zu kümmern. Geschehen ist bisher aber nichts.

Die Konsequenzen zeigen sich nun. Das Maximum der Kapazitäten der Borntaler Vereine und ihrer Mannschaften ist erreicht. Immer mehr Interessentinnen und Interessenten aus dem großen Einzugsbereich des Sportgeländes im gesamten Erfurter Nordwesten wollen den Vereinssport in den Mannschaften des FC Borntals oder Borntaler SV aktiv werden. In der Folge mussten dieses Jahr erstmals Kinder abgewiesen werden, da eine ordentliche Betreuung und ein qualifiziertes Training für mehr Mannschaftsmitglieder auf dem bisherigen Gelände nicht möglich ist. Die folgende schlechte Presse fiel auf die Vereine zurück, und nicht auf die Stadt, die durch ihre Tatenlosigkeit die Situation erst geschaffen hatte. Ehrenamt im sportlichen Bereich fördert man so nicht.

Dieser Tatenlosigkeit steht der Eifer der Stadt bei der Erarbeitung und Umsetzung der Idee einer Multifunktionsarena gegenüber. Noch bevor das Betreiberkonzept endgültig vorliegt und geprüft werden konnte, hat der Oberbürgermeister bereits im Nachtragshaushalt eine Nettokreditaufnahme für den Eigenanteil der Stadt beantragt. Eine Vorausplanung von der die Freizeitsportlerinnen und –sportler in Borntal nur träumen können. Ihr Konzept mit Nutzwert für die Schülerinnen und Schüler dreier Schulen und über 300 sportlich Aktive wird ohne entsprechenden Druck in den nächsten Monaten wohl kaum Beachtung finden.

#Volker Hinck

  1. von kommunalbuero gepostet